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Generationswechsel im Kloster Steinfeld: Pater Philipp übernimmt Verantwortung als neuer Superior

Im Kloster Steinfeld beginnt ein neues Kapitel: Mit Pater Philipp Sauter SDS übernimmt ein junger Salvatorianer die Aufgabe des Superiors der Gemeinschaft in Steinfeld. Im Rahmen einer feierlichen Einführung wurde der 38-Jährige gestern offiziell in sein neues Amt eingeführt. Gleichzeitig wurde Pater Paul Cyrus SDS verabschiedet, der die Gemeinschaft über viele Jahre hinweg geprägt hat.

Die Feier wurde vom Provinzial der deutschen Salvatorianer, Pater Friedrich Emde SDS, geleitet. Neben den Mitbrüdern und Mitschwestern des Klosters waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Akteure rund um Kloster Steinfeld anwesend – darunter Landrat Markus Ramers, Bürgermeister Emmanuel Kunz, Hauptinvestor Wolfgang Scheidtweiler sowie Vertreter aus Kirche, Gesellschaft, Kultur und Bildung. Besonders bewegend war auch die Anwesenheit der Familie von Pater Philipp, die diesen wichtigen Schritt begleiteten.

                                                                                                                                 Pater Philipp beim Empfang im Gespräch mit seiner Schwester

Mit Pater Philipp übernimmt bewusst eine jüngere Generation Verantwortung in einem der bedeutendsten geistlichen Orte der Region. Der gebürtige Oberschwabe lebt seit einigen Jahren als Salvatorianer zunächst in München und seit einem Jahr in Steinfeld und wirkt dort als Schulseelsorger am Hermann-Josef-Kolleg. Er hat in kurzer Zeit viele junge Menschen erreicht und neue Impulse gesetzt. Sein Lebensweg ist dabei alles andere als gewöhnlich: Ursprünglich hatte er einen technischen und sozialen Berufsweg eingeschlagen, bevor eine persönliche Lebenskrise ihn auf den Weg in die Ordensgemeinschaft führte.

Die Wahl zum Superior ist zugleich ein Zeichen des Vertrauens in eine neue Generation von Ordensleuten. In Deutschland zählen die Salvatorianer heute nur noch wenige Brüder, das gemeinschaftliche Leben in Klöstern ist selten geworden. Umso größer ist die Bedeutung dieses Wechsels für Steinfeld und weit darüber hinaus.

Gleichzeitig galt die Einführung auch dem Dank an Pater Paul Cyrus SDS. Über insgesamt drei Amtszeiten hinweg – und damit länger als ursprünglich vorgesehen – hatte er die Aufgabe des Superiors übernommen. In einer Zeit großer Veränderungen sorgte er für Stabilität, Zusammenhalt und Kontinuität innerhalb der Gemeinschaft. Dass er das Amt über elf Jahre hinweg ausübte, war auch Ausdruck der besonderen Verantwortung, die er für Steinfeld übernommen hatte.

Kloster Steinfeld selbst blickt auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück und gehört zu den bedeutendsten Klosteranlagen der Eifel. Seit 1923 wird die Anlage von den Salvatorianern geprägt, die bis heute Seelsorge, Bildung und geistliches Leben an diesem besonderen Ort tragen.

Die Einführung von Pater Philipp machte deutlich: Kloster Steinfeld bleibt ein lebendiger Ort der Begegnung, des Glaubens und der Zukunftsgestaltung. Zwischen Tradition und Aufbruch wächst hier eine neue Verantwortungsgeneration heran – offen für Menschen, offen für Dialog und fest verwurzelt in der Geschichte dieses besonderen Ortes.